Positionen
Die AMS bringt die Perspektive der Wirtschaftsdepartemente der Schweizer Fachhochschulen in zentrale hochschul- und bildungspolitische Fragen ein. Mit ihren Positionen greift sie Themen auf, die für Managementausbildungen und deren Weiterentwicklung von besonderer Bedeutung sind.
Doktorat
Die AMS setzt sich für transparente, leistungsorientierte und kooperative Zugänge zum dritten Zyklus ein. Für Wirtschaftsfachhochschulen ist die Doktoratsausbildung ein zentraler Baustein zur Stärkung der anwendungsorientierten Forschung, der Nachwuchsförderung und des Wissenstransfers mit Wirtschaft und Gesellschaft.
Die AMS unterstützt funktionierende Kooperationen zwischen Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen und universitären Hochschulen sowie internationale Kooperationsmodelle. Gleichzeitig spricht sie sich dafür aus, mittelfristig selektive Promotionsmöglichkeiten für forschungsstarke FH-Bereiche zu prüfen – auf der Grundlage klarer Qualitätskriterien, externer Begutachtung und periodischer Evaluation.
Stärkung der Berufsbildung/Berufsmaturität
Die AMS setzt sich für eine starke Berufsbildung und eine attraktive Berufsmaturität als Scharnier zur Fachhochschule ein: Durchlässigkeit erhöhen, klare Profile der Fachhochschulen sichern und die sinkende Berufsmatura-Quote mit flexiblen Modellen, gezielten Arbeitgeber-Anreizen und klarerer Kommunikation der FH-Anschlusswege bekämpfen. Die AMS hat dazu eine Studie unter Berufsschüler*innen durchführen lassen, um die Motive für und gegen ein Fachhochschulstudium besser zu verstehen.
Professional Bachelor/Master
Die AMS nimmt zur Kenntnis, dass die Titelzusätze «Professional Bachelor» und «Professional Master» in der Schweiz eingeführt werden. Dadurch entsteht eine neue Ausgangslage, die für Studieninteressierte, Arbeitgebende und die Öffentlichkeit zusätzliche Orientierung erfordert.
Die AMS setzt sich dafür ein, dass die unterschiedlichen Bildungswege klar verstanden werden. Fachhochschul- und Universitätsabschlüsse sind Teil der Hochschulbildung und basieren auf international etablierten Standards, insbesondere im Bologna-System. FH-Wirtschaftsabschlüsse verbinden wissenschaftliche Fundierung mit Praxisorientierung und eröffnen akademische Anschlussmöglichkeiten, namentlich den Zugang zu weiterführenden Masterstudiengängen.
Wer sich für einen Bildungsweg entscheidet, sollte deshalb genau hinschauen, welche Inhalte, Anforderungen, Anschlussmöglichkeiten und internationalen Perspektiven mit einem Abschluss verbunden sind.










